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Fotowettbewerb „Meine besten Wildfotos“
Es ist nun schon zur Tradition geworden, dass der Jagdverband Märkisch-Oderland e.V. (JV-MOL) zu einem
öffentlichen Fotowettbewerb aufruft. Die Ergebnisse der bisherigen Fotowettbewerbe sind auch auf unserer
Internetseite veröffentlicht.
Diesmal sollte es mit dem Thema „Meine besten Wildfotos“ etwas besonderes werden. Wenn man als Natur-
freund, wie zum Beispiel als Jäger, viel zeit in der Natur verbringt kommt so mancher auf die Idee besondere
Momente mit dem Handy oder sogar mit professionellen Kameras festzuhalten. Dabei hat man neben besonders
schönen Erinnerungen und Situationen auch möglicherweise perfekte Aufnahmen von Tieren, Pflanzen und
Landschaft.
Auch dieses Mal bestand die Jurie aus dem Vorstand des JV-MOL und den Vorsitzenden der Jägerschaften, die
im JV-MOL organisiert sind. Die Preisträger und die gelungensten Fotos sind hier, wie vereinbart, anonymisiert
veröffentlicht.
Das Siegerfoto ist der „Schokoladenhirsch“. Es gibt zwar das Märchen von dem Hirsch mit dem goldenen
Geweih, doch der Schokoladenhirsch ist echt. Tatsächlich liebt das Rotwild sich im Schlamm zu suhlen. Es
ist also nicht nur das Privileg der Wildschweine. Besonders in der warmen Jahreshälfte wird unser Wild von
stechenden und blutsaugenden Insekten geplagt. Um sich vor Ihnen zu schützen suhlen sich auch Familie
Hirsch im Schlamm um sich einen Schutzpanzer gegen diese Plagegeister anzulegen.
Das ist tatsächlich unser Bambi, das Kind vom Hirsch. Fachmännisch ausgedrückt ein Hirschkalb. Die Mutter
ist die Hirschkuh, der Vater der Hirsch und das Kind das Kalb. In diesem Falle ist das ein Kalb vom Rotwild.
Wir haben auch noch Damwild in unseren Revieren. Da ist es genauso. Bei Rehen wäre es das Kitz, die
Mutter ist die Ricke und der Vater ist der Bock. So Mancher verwechselt das sogar im Trickfilm. Hier sehen wir
also ein Hirschkalb, dass auf seine Mutter über ein Jahr sehr angewiesen ist. Sie haben eine enge Bindung
zueinander und sind in die Struktur ihres Rotwildrudels eingegliedert. Ihre größten Feinde sind wildernde Hunde
und der Wolf. Jäger haben strenge Regeln, die sie bei der Bejagung beachten müssen. Sie dürfen auf keinen
Fall diese Beziehung in der Schonzeit stören und erst recht keine führenden Hirschkühe erlegen. Das wäre ein
Vergehen, was mit recht zum Entzug des Jagdscheines führt.
Der dritte Preis ist sprichwörtlich eine kleine „Sauerei“. Das Foto stammt von einer Funkwildkamera und ist
deshalb technisch nicht ganz so perfekt, aber dafür niedlich und lustig zu gleich. Mehrere führende Bachen
besuchen mit ihren Frischlingen eine Kirrung und genießen die wenigen eingegrabenen Maiskörner. Auch
Frischlinge führende Bachen dürfen nicht erlegt werden. Zumindest so lange, bis die Frischlinge nicht mehr
auf die Muttermilch angewiesen sind. Aus Erfahrung weiß man, dass das soweit ist, wenn die Frischlinge ihre
Streifen verloren haben. Die Streifen liegen dann natürlich nicht im Wald umher, sondern es wechselt das
Borstenhaar zu einer braunen Färbung. Dann sind sie schon größer und haben so um die 30 bis 40 kg Lebend-
gewicht. Das ist dann auch die Zeit, wo die Wildschweinrotten in den Feldern verschwunden sind und da be-
sonders im Mais und Raps zu Schaden gehen. Dort sind die Wildschweine auch besonders schwer zu bejagen.
An die Kirrungen kommen sie dann auch nicht mehr. Am besten ist es die Wildschweine nach der Ernte und
im Winter zu reduzieren und z. B. aus ihnen leckere Weihnachtsbraten zu machen.
Der Vorstand vom JV MOL